Diagnose

Wichtig für Sie zu wissen ist, dass einfaches Schnarchen nach derzeitigem Erkenntnisstand keine Erkrankung mit einer gesundheitlichen Gefährdung darstellt. Deshalb ist eine medizinische Behandlung nicht notwendig. Andererseits ist Schnarchen insbesondere für den Bettpartner störend, sodass der Therapiewunsch verständlich ist.

Bisher gibt es keine Hinweise dafür, dass eine frühe Therapie des Schnarchens das Fortschreiten hin zu einer Schlaf-Atem-Störung mit obstruktiver Schlafapnoe (= im Schlaf auftretender Atemstillstand) verhindern oder dieser vorbeugen könnte. Deshalb sollten Sie sich eingehend ärztlich untersuchen und beraten lassen, bevor Sie sich für eingreifende Maßnahmen entscheiden.

So untersucht der Arzt

Die exakte Diagnose ist der Schlüssel für eine adäquate Behandlung eines Schnarchproblems oder einer Schlaf-Atem-Störung. Die verschiedenen Diagnose-Stufen richten sich nach dem Schweregrad und der Behandlungsdürftigkeit der Erkrankung.

Phase 1:

Am Anfang steht in der Regel der Besuch beim Hausarzt, der mit Hilfe einer sehr ausführlichen Befragung sowohl das aktuelle Beschwerdebild als auch die sog. Anamnese (Gesamtheit der relevanten Krankengeschichte) erfasst. Die ausführliche und vollständige Anamnese ist elementare Grundlage aller weiteren Maßnahmen, denn sie gibt die Hinweise, wie die weiteren diagnostischen Schritte verlaufen sollten.

Phase 2: Beim Spezialisten (HNO, Pneumologe, Neurologe, Internist)

Bei einem Spezialisten werden die in der Anamnese aufgetretenen Verdachtsmomente untersucht. So sendet der Hausarzt einen Patienten mit ständiger Nasenatmungsbehinderung zu einem HNO-Arzt, zur Abklärung der Ursachen und evtl. Behandlungsmöglichkeiten. In anderen Fällen ist als 2. Maßnahme z. B. eine Polygraphie angezeigt. Mit einem kleinen portablen Gerät werden beim schlafenden Patienten zuhause folgende Werte erfasst: Atemfluss und Atempausen, Sauerstoffsättigung im Blut, Anzahl der Herzschläge pro Minute (Herzfrequenz), Schnarchgeräusche sowie Atembewegungen von Bauch und Brustkorb. Anhand der gemessenen Daten kann der Arzt Rückschlüsse auf die Atmung im Schlaf ziehen.

Phase 3: Schlaflabor

Verstärkt oder bestätigt sich der Verdacht einer behandlungsbedürftigen Schlaf-Atemstörung, wird in einigen Fällen noch eine genaue Untersuchung im Schlaflabor angeschlossen. Diese dient dann gleichzeitig der Eruierung einer optimalen Beatmungstherapie.