Begünstigende Faktoren

Der einfachste Weg den Ursachen des Schnarchens auf den zu Grund gehen, ist es, zunächst seinen Bettpartner zu befragen. Denn er kann meist nur allzu gut sagen, wie häufig, wie ausgeprägt und bei welchen Gelegenheiten Sie schnarchen. Bereits Informationen wie diese sind wichtig für ein späteres Arztgespräch.

Typische Auslösesituationen können z. B. Alkoholeinfluss oder das Schlafen in Rückenlage sein. Auch Risikofaktoren wie erhöhtes Körpergewicht, Rauchen, aber auch Nasen- und Nasennebenhöhlenentzündungen, allergische Erkrankung der Nase oder anatomische Engstellen im Nasenbereich können Schnarchen auslösen oder eine Verschlechterung des Schnarchens bedingen.

Um das einfache Schnarchen von anderen Erkrankungen abzugrenzen, sollte man sich gezielt nach typischen Beschwerden des nicht erholsamen Schlafes fragen: Hat man nächtliche Atempausen, fallen einem tagsüber die Augen zu oder hat man Einschlaf- oder Durchschlafstörungen? Speziell zu diesem Thema entwickelte Testverfahren und Fragebögen – wie z. B. der SchnarchAnalyzer – können hierbei hilfreich sein. Wichtig ist auch die körperliche Untersuchung mit Bestimmung von Körpergröße und Körpergewicht (Körpermasseindex). Der Hals-Nasen-Ohren-Arzt sollte Mundhöhle, Rachen, Kehlkopf und die Nase untersuchen. Ebenso sollten der Zahnstatus (eventuell liegen Bissfehlstellungen vor?) und die Form des Gesichtsschädels beurteilt werden.

Wenn es sich nur um ein einfaches Schnarchen handelt, also keine schlafbezogene Atmungsstörung vorliegt, sind in der Regel keine therapeutischen Maßnahmen notwendig oder indiziert. Bei dauerhaftem oder besonders lautem Schnarchen sollte jedoch immer geprüft werden, ob eine behandlungsbedürftige Erkrankung vorliegt.